Sonntag waren wir mal wieder richtig Multi-Cachen. Dazu hatten wir uns einen Cache in der Hamburger Innenstadt ausgesucht. Der Titel Südseeinsel – von Drachen bewacht! übertreibt etwas, vor allem bei den Vorstellungen zum Klima. Doch bei gut zwanzig Grad und trockenem Wetter war der Tag erträglich.

Wir machten uns früh zum Startpunkt auf und bewunderten dabei noch die schöne Kirche von St. Georg.

Drei Stationen führten uns die Lange Reihe entlang, vorbei an portugiesischen Cafes, kleinen Restaurants, Kettenbäckern und einigen kleinen alteingesessenen Geschäften, die noch verblieben waren.

Um die Final-Koordinaten zu berechnen, setzten wir uns mit einem Kaffe zu Balzac, wo auch folgendes Bild entstanden ist.

Der Weg zum Final führte uns dann an die Alster, mehr soll hier nicht verraten sein, wo wir neben einer großen Dose auch noch eine skurrile Art der Fahrradaufbewahrung entdeckten.

Im Anschluß war noch Der Auftrag zu erledigen, das ging schnell, hatten wir uns Freitag bei einem Bummel über den Isemarkt doch schon vorbereitet.

Heute trieb es uns nach Neustadt in Holstein. Wir hatten einen Multi und zwei Tradis herausgesucht. Vor Ort begann dann aber auch schon das Verzweifeln. Die Kleinstadt erschien uns auf den ersten Blick ruhig und beschaulich, aber als wir dann Richtung Innenstadt abbogen, standen wir plötzlich. So dauerte es eine ganze Weile bis wir einen Parkplatz hatten. Zumindest für die nächste Stunde. Der Wochenmarkt erklärte den Menschenauflauf, der mir nach mehr aussah, als Hamburgs Innenstadt an einem Samstagmittag nur halb. Doch aufgrund der vielen gemischten Dialekte tippten wir schnell auf Urlauber.

Das große Muggelaufkommen verhinderte dann auch, dass wir den ersten Tradi bergen und den zweiten finden konnten. Auf den Multi hatten wir keinen Nerv mehr. Das fertig gepackte Bento musste wieder mit und wurde erst auf der Autobahn an der Raststätte mit gleichnamigem Cache Neustaedter Bucht verzehrt. Wenigstens diesen Cache konnten wir heben und so blieb der Ausflug dann doch nicht ganz erfolglos.

Die Stadt selbst, also Neustadt in Holstein, vermochte uns nicht zu überzeugen. Es gab zwar recht viele kleine Läden in der Fußgängerzone, die nur selten von Ketten unterbrochen wurden, und auch der Markt war recht anschaulich mit vielen Ständen mit lokaler Ware, doch der Funken sprang nicht über. Ich würde nur noch ein mal auf Besuch kommen. Sonntags, ganz früh, wenn die Straßen noch leer sind, um die Caches zu heben. Ansonsten finde ich, ist es die Reise nicht wert.

Was wir an diesem Tag noch lernten: Bei McDonalds gibt es eine Happy Hour. Nicht für Burger, sondern für das im Haus angebotene WLAN von T-Mobile. Wer sein Handy dabei hat, kann sich ein Kennwort per SMS schicken lassen und darf dann eine Stunde gratis surfen. Und das jeden Tag. So konnte ich hin und wieder mit dem iPod Touch einen Blick auf die Cachebeschreibungen werfen – quasi halbes Paperless-caching.