Eine Woche ist seit dem letzten Bericht vergangen, und dass wir dem Fieber verfallen sind, seht Ihr schon am Titel.

Alles begann Mittwoch früh. Nach dem erfolglosen Versuch mit dem Cache Am Osterbekkanal versuchte ich es noch einmal. Ich holte zum ersten Mal dieses Jahr das Fahrrad aus dem Keller. Nach einer langen Pump-Tortur – die Luftpumpe ist defekt und ich musste schneller Luft in den Reifen pumpen, als raus kam – ging es los. Ich hatte als Vorbereitung die Logs genau gelesen und wusste ziemlich genau, wo der Cache sich befinden müsste. Natürlich lag er nicht am erwarteten Platz. Kurz bevor ich aufgab, startete ich noch einen letzten Versuch und suchte da, wo ich ihn nicht versteckt hätte. Nun, genau da war er. Und der Nordic Caching Traveler Geocoin Wiesn vessels war drin und wieder auf der Reise.

Auch am Freitag war ich alleine mit dem Fahrrad unterwegs. Der nächste verfügbare Cache auf dem GPS war Gotteshäuser: St. Gabriel in Barmbek. Ein kleiner Multi mit einer etwas fiesen Zählaufgabe an der Kirchenwand. An den Endkoordinaten, die ich dann ausgerechnet hatte, musste ich erst mal vorbei fahren. Alkoholleichenmuggels waren auf der Suche nach Feuer. Nach eineinhalb Runden um die Fläche hatten sie sich mitsamt ihrer Alkoholfahne verzogen, und ich konnte ungestört loggen.

Für den Sonntag hatten wir uns eine kleine Tour in die Speicherstadt ausgeguggt.

Es wurde natürlich nur annähernd eine, da der erste Cache, den wir uns vorgenommen hatten, dort liegt. MiWuLa ist nicht direkt am Miwula, aber in der Nähe. Thema ist Modellbau ,und so sollten nur Tauschgegenstände rein, die mit Modellbau zu tun haben. An den angegebenen Koordinaten suchte ich mir einen Wolf.während Ishtar einfach „Hier“ rief. Ganz nach Hoecker„Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers: Mit Geocaching zurück zur Natur“ sagte ich „Toll“, und dachte „Schade“.

Der nächste führte uns zu einem Hafenkran-Multi mit dem Namen 07-HH „Wo bin ich?“. Auf der Suche nach der Infotafel mit den passenden Informationen bin ich natürlich erst mal direkt dran vorbei gelaufen. Gut, es erwartet auch niemand, dass diese weiter weg vom Objekt der Begierde steht. Mit der passenden Information hatten wir dann schnell die Zielkoordinaten. Auf dem Weg dahin gingen wir – natürlich – erst mal dran vorbei bis wir gegenüber auf der Brücke standen. Dann war alles klar, und gefunden war der Behälter auch schnell. Und den Anblick der alten Häuser in der Deichstraße genossen wir auch noch.

Einen wollten wir noch machen, bevor wir eine Pause einlegen würden. Also auf zu Kirchenruine Sankt Nicolai. Voller Erwartung den Cache in der Ruine zu finden stapften wir drauf los. Kurz vor dem Ziel hatte ich bemerkt, dass wir uns schon wieder knapp 100 Meter vom Cache-Ort entfernt hatten. Wieso sollte man auch vorher Cachebeschreibungen lesen? Es stand sogar ein Hinweis drin. Also gingen wir zurück und vertilgten an der ausgewiesenen Stelle erst mal unsere Banane. Dort fand sich in einem ruhigen Moment auch der Cachebehälter Marke Eigenbau. Mich wundert, dass die Bundesbank ihn noch nicht unter Bombenverdacht gesprengt hat.

Chilehaus war nicht der nächste, stand aber schon so lange auf unserer Watchlist, dass wir uns per Fuß da hin begaben. Die Hints waren eindeutig gewesen, und so war dieser recht große Behälter schnell geborgen. Es blieb nicht mal genug Zeit, um die Architektur zu würdigen. Im Inneren fanden wir dann den Mt Cinto Travelbug. Natürlich nahmen wir ihn mit. Ich bezahlte ihn mit einem chinesischen Geldschein.

Der letzte Cache des Tages sollte dann der HühnerPosten sein. In diesem historischen Gebäude ist unter anderem die Hamburger Zentralbibliothek untergebracht. Trotz genauer Vorstellungen, wo der Behälter sein müsste, suchte ich eine Weile, bis ich ihn in den Händen hielt.

Das Fazit von diesem Sonntag ist recht einfach: Gehe immer ganz früh, es wird Dir fast kein Mensch begegnen, und Du kannst in Ruhe auch mal ausführlicher nach einem Cache suchen. Alle fünf Caches des Tages waren mit Magneten angebracht. Hamburg scheint die Stadt der Magnetbehälter zu sein.

Heute früh versuchten wir es dann spontan noch mal bei Memento Mori.

Letztes mal hatte ich schon eine genaue Vorstellung davon, wo der Cache sich befinden sollte. Allerdings sah ich keine Möglichkeit, hin zu kommen. Heute versuchte ich es noch ein mal, und hielt es für zu riskant. Also umrundete ich den Ort, und versuchte es mit allem, was nach Cacherautobahn aussah. Erst der letzte, am besten getarnte und längste Weg brachte mich an den Ort, vom dem ich schon mehrmals nur einen Meter weg war. Allerdings drei Meter höher. Immer bedacht, vor den Blicken der Friedhofsgärtner geschützt zu sein, öffnete ich die Dose. Ich fand einen Geocoin, einen sehr süßen mit dem Namen Meefischle, und legte den Mt Cinto Travelbug hinein.

Die Dose wieder gut versteckt machte ich mich auf den Rückweg mit mehreren Pausen im Gebüsch. Die Wasserstelle, an der die Gärtner ihre Kannen befüllten, war in Hör- und Sichtweite. Unentdeckt an der Straße angekommen ging es dann nach Hause.