Antwerpen – Der Bahnhof

Wir verbrachten eine Nach in Antwerpen und nutzten die Lage unseres Hotels, des Hotel Indigo, um uns den Bahnhof anzusehen. Schon bei der Ankunft mit der Straßenbahn, die hier unterirdisch verläuft, fiel uns das alte Gebäude ins Auge. Bei einer Umfrage des US-Magazins Newsweek kam der Bahnhof Antwerpen, oder Antwerpen-Centraal, wie er heisst, auf den vierten Platz der schönsten Bahnhöfe der Welt.

Wir konnten es uns jedenfalls nicht nehmen lassen, einen abendlichen Streifzug durch das Gebäude zu machen. Leider sind durch die Lichtverhältnisse die Bilder nicht ganz so gut geworden.

Ursprünglich war Antwerpen-Centraal mit seiner 186 Meter langen und 66 Meter breiten Bahnhofshalle aus Stahl und das Empfangsgebäude mit der 75 Meter hohen Kuppel aus Stein ein Kopfbahnhof. Doch heute ist es eine sehr durchdachte und elegante Lösung.

Kurz vor dem Abriss erhielt das Gebäude Denkmalschutz und wurde 1993 gründlich renoviert. Für den Durchgangsverkehr sind auf der untersten Etage vier Gleise zur Durchfahrt. Darüber befinden sich weitere zehn Gleise auf zwei Etagen als Kopfbahnhof.

Man hat es hier sehr gut geschafft, moderne Beton-Architektur mit der alten Bahnhofshalle zu verbinden. Trotz der massiven Bahnsteige hat man fast überall das Gefühl von einer luftigen Halle. Der Blick nach oben ist atemberaubend. Auch im Empfangsgebäude ist so vieles anders, als man es von modernen Bahnhöfen kennt. Die hohen Decken geben ein befreiendes Gefühl, man kann nicht anders, als stehen zu bleiben und nach oben zu starren. Es gibt so gut wie keine Ketten und Läden in diesem Bahnhof. Und wenn doch, dann sind es kleine unabhängige Händler oder Gastronomen, die hier ihre Läden haben. Am auffälligsten war ein Starbucks, aber selbst dieser ist dezent untergebracht.

Bei einem Trip nach Antwerpen lohnt es sich, eine Runde durch den Bahnhof zu spazieren. Das Gebäude ist einfach beeindruckend. Selten schreiben wir über ein einzelnes Gebäude, doch dieses hier rechtfertigt die Aufmerksamkeit, die wir ihm hier entgegen bringen. Selten waren wir so begeistert von einem historischen Gebäude und dessen Architektur.

Und wie sagte schon König Leopold der II. 1905 bei der Eröffnung: C’est une petite belle gare (Das ist ein netter, kleiner Bahnhof).

Hier noch ein paar Buchempfehlungen für Antwerpen:
 

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