Luftbrückenmusem Faßberg

Es war ein regnerischer Tag im März mit leichtem Niesel, den wir etwas auflockern wollten. Statt eine lange Strecke auf der Autobahn zu verbringen, fuhren wir einen Umweg, um die „Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin“ zu besuchen. Natürlich ist die Erinnerungsstätte nicht in Berlin, sondern in Faßberg, einem Ort in der Lüneburger Heide. Hier war eine wichtige Drehscheibe der Luftbrücke.

Das alles wussten wir noch nicht. Lediglich die Aussicht, eine ausgestellte C-47 vor dem Fliegerhorst zu begutachten, war unser Antrieb. So fuhren wir guter Aussicht auf den Parkplatz neben der Zufahrt der Luftwaffe. Eingezäunt entdeckten wir dann die C-47 unter einem Dach. Gut, dachten wir uns, das schützt vor Vandalismus.

Die Tür im Zaun war offen, wir gingen hindurch und stellten fest, dass es sich um einen „Museumseingang“ handelte. Drei Euro sollte es pro Person kosten. Die Kasse war allerdings geschlossen. Uns kam auch schon eine Frau entgegen, die uns aufklärte, es sei geschlossen und nur für eine angemeldete Führung offen. Sie erlaubte mir dann, noch schnell ein Bild der C-47 zu machen. Geöffnet ist übrigens von April bis Oktober, 13 bis 17 Uhr.

So sehr wie wir es schätzen, dass Eintrittsgelder zur Erhaltung von historischen Gegenständen benutzt werden, so wenig verstehen wir es hier. Die C-47, ein Eisenbahnwaggon, ein Stück Berliner Mauer und 3-5 kleine hangarähnliche Gebäude, in die kein Flugzeug passen würde, mit Informationen, werden als Museum vermarktet, obwohl es eine Erinnerungsstätte sein sollte. Unserer Meinung nach sollte der Zugang zu einer Erinnerungsstätte allen jederzeit zur Verfügung stehen. Hier wurde die Vermarktung als Museum jedenfalls übertrieben.

 

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