Mojave National Preserve an einem Tag

Die Mojave-Wüste, die 124.000 Quadratkilometer Fläche von Kalifornien, Nevada, Utah und Arizona bedeckt, ist an sich eine unwirtliche Gegend. Nur wenige Orte der Wüste sind besiedelt, die bekanntesten davon dürften Las Vegas, Palmdale und Victorville sein. Und auch das Death Valley und der Joshua Tree National Park sind Bestandteile der Mojave Desert.

Doch die Vielfalt dieser Gegend lässt sich schon wegen der großen Strecken nicht einfach erleben. Dennoch gibt es im Mojave National Preserve, einem Schutzgebiet, welches vom National Park Service verwaltet wird, genug Möglichkeiten, eben diese vielfältige Landschaft zu erfahren.

Quer durch das Mojave National Preserve führt eine Bahnstrecke. In Kelso, ziemlich genau in der Mitte des Preserve, liegt das Kelso Depot.

Was früher die Bahnstation mit Restaurant war, ist heute das Besucherzentrum. Die Öffnungszeiten sind auch eher sporadisch. Abgesehen davon und von den regelmäßigen Güterzügen in amerikanischer Länge ist Kelso allerdings eine Ghost Town.

Am Besucherzentrum sollte man sich zur Sicherheit mit Wasser eindecken; es schmeckt zwar etwas gechlort, hat aber Trinkwasserqualität, und in der Wüste ist etwas extra Wasser immer eine gute Idee.

Von Kelso nach Süden liegen die Kelso Dunes. Auf 45 Quadratmeilen erheben sich hier Sanddünen bis zu 200 Meter in die Höhe. Eine Schotterstrasse führt bis zu einem Parkplatz, von dem aus ein Trail, der auf Grund des ständig verwehenden Sandes nicht markiert ist, auf die Dünen führt.

Wer lieber Steine mag, der kommt über einen Umweg zum Hole-in-the-Wall-Campground. Der südliche Umweg geht über eine Interstate, der nördliche in Richtung Cima und dann über eine Dirt Road durch die Berge. Hier gibt es einen etwas anstrengenderen Trail, der teilweise über in den Felsen montierte Ringe bestiegen werden muss. Allerdings führt der Weg durch den Canyon zu lohnenswerten Anblicken. Der Name Hole-in-the-Wall sagte es schon, es gibt jede Menge Löcher hier in den Felsen.

Nach Norden in Richtung Baker findet man die Cinder Cones. Ehemalige Vulkane haben hier eine phantastische Landschaft hinterlassen. Weitläufig sind hier noch Lavafelder zu sehen, die von den Vulkanausbrüchen vor Urzeiten stammen.

Auch hier sollte man zum Besuch ein Allrad-Fahrzeug haben, denn die Strassen sind nicht wirklich gut ausgebaut.

Unser absoluten Highlight ist über den Interstate 15 ab Baker zu erreichen. Nur eine Ausfahrt weiter in Richtung Barstow erwartet ein ungewöhnlicher Schriftzug den Fahrer auf dem Abfahrtsschild. „Zzyzx“ klingt nicht wirklich nach einen Namen, ist es aber. Zzyzx ist teils über eine asphaltierte Strasse, teils über eine Dirt Road von der I15 aus erreichbar. Es liegt an einem ausgetrockneten Salzsee und ist heute eine Forschungsstation.

Doch ab 1944 gab es hier das „Zzyzx Mineral Springs and Health Spa“, und eine eigene Bahnlinie karrte Besucher heran. Es sind noch viele Überreste des damaligen Resorts zu sehen. Darunter ganze Alleen, die mit Palmen bepflanzt sind, und eines der ehemaligen Becken des Spas. Abgesehen vom Namen ist Zzyzx auch von der Besonderheit des Ortes ein Besuch wert.

Zur Übernachtung bietet sich in der Gegend das durch Casinos recht günstige Primm an. So ist die Fahrt von den großen Städten wie z.B. Las Vegas nicht mehr so weit. Auch in Baker gibt es ein paar Motels.

Unser Routenvorschlag beginnt in Primm, kann aber auch rückwärts von Baker aus gefahren werden. Über Cima geht es über die Dirt Road zu Hole-in-the-Wall. Dann weiter nach Süden auf den Interstate, ein Stück nach Westen und die Kelbaker Road nach Norden bis zu den Kelso Dunes. Weiter im Norden ist das Kelso Depot. Von hier in Richtung Baker liegen die Cinder Cones und von Baker geht es am einfachsten nach Zzyzx.

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