Space Expo Noordwijk

Südlich von Noordwijk, genauer in Rijnsoever, liegt leicht in einem Industriegebiet versteckt, die Space Expo. Es ist nicht nur die erste ständige Raumfahrtausstellung Europas sondern auch das Besucherzentrum der ESA in den Niederlanden. Wir haben es nur durch Zufall entdeckt, als wir nach Ausflugszielen rund um Wassenaar suchten.

Direkt am Parklplatz wurden wir von einem Ariane-Teil begrüßt. Neben dem Eingang gibt es für Kinder einen Spielplatz. In der Halle findet sich neben der Kasse der obligatorische Museums-Shop mit Space-Thema und eine Cafeteria.

Die Halle führt dann durch die Raumfahrtgeschichte und zeigt recht viele Ausstellungsstücke rund um die europäische Raumfahrt.

Neben einer Original Sojuz-Kapsel und Satelliten finden sich Kontrollpulte und Uniformen, Raumanzüge und vieles mehr.

Ein Nachbau zeigt ein begehbares Columbus-Modul der ISS.

Und natürlich darf ein Mondlander nicht fehlen.

Das Museum ist nicht groß und selbst wer mit einigem Interesse die Ausstellungsstücke ansieht, ist schnell durch. Der interessantere Teil kommt dann aber noch. Vor dem Museum fährt regelmässig der Space Train. Mit ihm kann man auf das ESA-Gelände.

Leider durften wir hier nicht mehr fotografieren. Es sind pro Tour in der Regel zwei Stopps eingeplant und eine Mitarbeiter der ESA führt die Besucher. Wir stoppten im Übertragungszentrum für TV-Übertragungen der ESA. Hier sind viele Modelle aufgebaut, mit denen sich Vorgänge einfach und schnell visualisieren lassen. Dabei erhielten wir in einem an ein Gespräch erinnernden Vortrag noch viel Wissen zur Raumfahrt.

Der zweite Stopp war dann in Laboratorien in denen 3D-Drucker für die Raumfahrt erprobt wurden. Leider wurde an dem Tag nicht experimentiert und die Räume waren verschlossen. Doch im großen Gang der Halle waren viele Objekte zur Demonstration aufgebaut. Unter anderem ein Teil der ISS, welches durch Metall-3D-Druck nicht nur stabiler sondern auch bedeutend leichter wurde.

Neben einigen Test-Raumkapseln und Gleitern, die nach der Erprobung hier aufgestellt wurden, findet sich auch ein Stein, ebenfalls aus dem 3D-Drucker, der aus einem Mondsand-ähnlichen Material gedruckt wurde und zur Erprobung einer Siedlungstechnik auf dem Mond diente.

Die Tour dauerte etwa 90 Minuten und war das Highlight des Besuchs. Sie kostet 6,50 Euro zum normalen Eintritt und findet 3x pro Tag am Samstag und Sonntag und täglich in den Schulferien um 11.30, 13.30 und 15.00 Uhr statt.

Der normale Eintritt kostet 12 Euro vor Ort und wer online kauft, spart einen Euro. Die Tickets für den Space Train können nur vor Ort gekauft werden.

Das Museum hat Dienstags bis Sonntags von 10:00 bis 17:00 geöffnet.

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